Bromelie gießen: Alles, was Sie wissen müssen

Bromelie gießen: Alles, was Sie wissen müssen

Die Bromelie gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und begeistert mit ihren leuchtenden Blüten, ihrem tropischen Aussehen und ihrer unkomplizierten Pflege. Dennoch bereitet das Gießen vielen Pflanzenliebhabern Unsicherheit. Im Gegensatz zu den meisten Zimmerpflanzen nimmt eine Bromelie Wasser auf eine besondere Weise auf. Wer versteht, wie die Pflanze in ihrer natürlichen Umgebung wächst, kann sie problemlos gesund und kräftig halten.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie oft eine Bromelie gegossen werden sollte, welche Wassermenge ideal ist, welches Wasser sich am besten eignet und welche Fehler vermieden werden sollten. Mit der richtigen Pflege bleibt eine Bromelie viele Monate lang schön und entwickelt sich optimal.

Wie viel Wasser braucht eine Bromelie?

Eine Bromelie benötigt nur wenig Wasser. In den tropischen Regenwäldern wachsen viele Bromelienarten nicht im Boden, sondern auf Bäumen. Dort sammelt sich Regenwasser in der Blattrosette und wird nach und nach von der Pflanze aufgenommen. Deshalb ist eine Bromelie an kleine Wassermengen gewöhnt und nicht an starkes Gießen.

Für die meisten Bromelien reicht es aus, sie etwa einmal pro Woche zu gießen. Während der Wintermonate wächst die Pflanze langsamer und benötigt entsprechend weniger Wasser. In dieser Zeit genügt es in der Regel, alle zehn bis vierzehn Tage zu gießen.

Vor jedem Gießen sollte überprüft werden, ob die Erde noch leicht feucht ist. Das Substrat darf niemals dauerhaft nass bleiben, da dies zu Wurzelfäule führen kann.

Wasser in die Blattrosette geben

Ein besonderes Merkmal der Bromelie ist die Blattrosette, die sich in der Mitte der Pflanze befindet. Hier treffen die Blätter zusammen und bilden einen natürlichen Trichter, in dem sich Regenwasser sammelt.

Bei den meisten Bromelien darf deshalb eine kleine Menge Wasser direkt in die Blattrosette gegeben werden. Das Wasser sollte ungefähr einmal pro Woche ausgetauscht werden. Frisches Wasser verhindert die Bildung von Bakterien, Schimmel und unangenehmen Gerüchen und sorgt dafür, dass die Pflanze gesund bleibt.

Am besten wird Wasser mit Zimmertemperatur verwendet.

Die Erde nicht vergessen

Auch wenn die Bromelie einen Großteil ihres Wassers über die Blattrosette aufnimmt, spielen die Wurzeln weiterhin eine wichtige Rolle. Sie verankern die Pflanze und nehmen Nährstoffe sowie eine geringe Menge Wasser aus dem Substrat auf.

Die Erde sollte deshalb leicht feucht gehalten werden, ohne dass sie durchnässt ist. Wichtig ist außerdem eine gute Drainage, damit überschüssiges Wasser problemlos abfließen kann. Bleibt Wasser längere Zeit im Übertopf stehen, steigt das Risiko für Wurzelfäule erheblich.

Welches Wasser eignet sich am besten?

Bromelien bevorzugen weiches Wasser. Regenwasser ist daher die beste Wahl, da es nur wenig Kalk enthält. Auch gefiltertes Wasser eignet sich sehr gut. Leitungswasser kann in den meisten Fällen ebenfalls verwendet werden, sollte jedoch Zimmertemperatur haben.

In Regionen mit besonders kalkhaltigem Leitungswasser ist Regenwasser empfehlenswert. Dadurch lassen sich Kalkablagerungen auf den Blättern vermeiden und die Pflanze bleibt länger gesund.

Woran erkennt man zu viel Wasser?

Zu häufiges Gießen ist die häufigste Ursache für Probleme bei Bromelien. Bleiben die Wurzeln dauerhaft nass, erhalten sie zu wenig Sauerstoff und beginnen mit der Zeit zu faulen. Dadurch kann die Pflanze Wasser und Nährstoffe immer schlechter aufnehmen.

Typische Anzeichen für zu viel Wasser sind gelbe Blätter, weiche Blätter, dauerhaft nasse Erde und ein unangenehmer Geruch aus dem Pflanzgefäß. Treten diese Symptome auf, sollte zunächst mit dem Gießen pausiert werden, bis das Substrat etwas abgetrocknet ist.

Woran erkennt man zu wenig Wasser?

Auch Wassermangel macht sich deutlich bemerkbar. Die Blätter können schlaff werden, sich einrollen oder braune Spitzen entwickeln. Außerdem kann die Blattrosette vollständig austrocknen.

Eine gesunde Bromelie erholt sich jedoch meist schnell, sobald wieder regelmäßig und in der richtigen Menge gegossen wird.

Sollte eine Bromelie besprüht werden?

Das Besprühen der Blätter ist nicht zwingend erforderlich, kann aber bei trockener Raumluft sinnvoll sein. Besonders im Sommer oder während der Heizperiode sorgt ein feiner Wassernebel für eine höhere Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanze.Dabei sollte vermieden werden, dass sich über längere Zeit Wasser auf den Blüten sammelt, da dies ihre Haltbarkeit verkürzen kann.

Bei der Tillandsia usneoides ist das Besprühen der Blätter durchaus notwendig. Diese Pflanze nimmt Feuchtigkeit über ihre Blätter auf und bevorzugt eine höhere Luftfeuchtigkeit. Besonders an warmen Sommertagen oder im Winter, wenn die Heizung für trockene Luft sorgt, ist regelmäßiges Besprühen wichtig. Verwenden Sie dafür vorzugsweise lauwarmes Wasser und besprühen Sie die Pflanze gleichmäßig. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nach dem Besprühen gut trocknen kann und nicht über längere Zeit nass bleibt.

Häufige Fehler beim Gießen

Die meisten Pflegefehler entstehen durch zu viel Wasser. Viele Menschen behandeln eine Bromelie wie eine gewöhnliche Zimmerpflanze und gießen sie entsprechend häufig. Da Bromelien jedoch deutlich weniger Wasser benötigen, führt dies schnell zu Problemen.

Ebenso sollte kein Wasser dauerhaft im Übertopf stehen bleiben. Auch das Wasser in der Blattrosette sollte regelmäßig erneuert werden. Mit kleinen Wassermengen, einer guten Drainage und frischem Wasser in der Rosette bleibt eine Bromelie in der Regel viele Jahre gesund.

Fazit

Das Gießen einer Bromelie ist einfacher, als viele vermuten. Die Pflanze benötigt nur wenig Wasser und nimmt einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit über die Blattrosette auf. Wird die Erde leicht feucht gehalten, überschüssiges Wasser vermieden und das Wasser in der Rosette regelmäßig erneuert, sind ideale Bedingungen für ein gesundes Wachstum geschaffen.

Mit der richtigen Pflege bleibt eine Bromelie lange attraktiv und sorgt viele Monate für tropisches Flair im Zuhause.

Häufig gestellte Fragen zum Gießen einer Bromelie

In der Regel genügt es, eine Bromelie einmal pro Woche zu gießen. Im Winter reicht meist ein Gießvorgang alle zehn bis vierzehn Tage.

Ja. Bei den meisten Bromelien darf sich eine kleine Menge Wasser in der Blattrosette befinden. Das Wasser sollte jede Woche erneuert werden.

Ja. Zu viel Wasser ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule, gelbe Blätter und Wachstumsprobleme.

Regenwasser ist ideal, da es nur wenig Kalk enthält. Auch gefiltertes Wasser oder Leitungswasser mit Zimmertemperatur sind in den meisten Fällen geeignet.

Gelbe Blätter entstehen häufig durch zu viel Wasser. Es sollte kontrolliert werden, ob die Erde dauerhaft zu feucht ist und überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

Nein. Das Besprühen ist nicht notwendig, kann aber bei trockener Raumluft oder an heißen Sommertagen die Luftfeuchtigkeit erhöhen und der Pflanze zugutekommen.

Je nach Art bleibt die Blüte einer Bromelie etwa drei bis sechs Monate erhalten. Nach der Blüte bildet die Mutterpflanze häufig Kindel, aus denen neue Bromelien heranwachsen.

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